Die Publikation zur Tagung 2019 ist erschienen!   

Ab sofort können Sie das Buch über Ihre Buchhandlung oder direkt beim EOS-Verlag bestellen. Freuen Sie sich über die Möglichkeit, die Beiträge unserer Konferenz in Ruhe nachzulesen oder sie gerade deswegen jetzt zu genießen, weil Sie in Eichstätt nicht dabei sein konnten.  

Erhältlich sind auch die Tagungsbände 2011, 2014 und 2017.

Die Links führen Sie zu den Inhaltsverzeichnissen der Einzelbände.

Die Autoren und Beitragstitel sämtlicher Jahrgänge finden Sie hier.

Auch die Meditationen Auch Jesus war eingeladen von Abt Mauro-Giuseppe Lepori OCist können Sie weiterhin beziehen.

 

Rückblick auf die Tagung 2019

Kann man so lieben?   

Das Leben als Geschenk und Berufung

4. Internationale Tagung zur Theologie des Leibes
an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

22. bis 24. November 2019

 

Mehr als 380 Teilnehmer waren bei dem lebhaften und vielseitigen Austausch über Fragen von Liebe und Sexualität, Ehe und Familie in Eichstätt präsent. Referenten aus drei Kontinenten, verschiedenen Konfessionen und Religionen sowie zahlreichen beruflichen Disziplinen gaben facettenreiche Einblicke in den Themenkreis. Der Dreiklang aus wissenschaftlichen Vorträgen, praxisorientierten Seminaren und persönlichen Lebenserfahrungen lud die Anwesenden ein zu Auseinandersetzung und Diskussion. Nicht zuletzt auch zur  Überprüfung der Relevanz für das eigene Leben. 

Im Tagungsband sind fast alle Beiträge des Tagungsprogramms enthalten.

Eindrücke von der Tagung (Fotos: Martin Groos): 

Worum es ging

In seiner Begrüßung betonte Mitveranstalter Prof. Dr. Burkard M. Zapff, Inhaber des Lehrstuhls für Altes Testament an der KU, das anhaltend große Interesse an der Theologie des Leibes – "in einer Zeit, in der die Institution von Ehe und Familie nur eine Lebensform unter vielen ist". Eine besondere Freude sei es, dass der kirchlich-konfessionelle Rahmen geweitet werde: Der evangelische Theologe Christian Witt , die Rabbinerin Tamar Elad-Appelbaum sowie der Franziskaner Alberto Pari von der Kustodie des Heiligen Landes ermöglichten einen Dialog zwischen den Religionen und den Kulturen. 

Dass ein Alttestamentler nun Mitveranstalter sei, habe damit zu  tun, dass in diesem Jahr das Alte und Neue Testament und ihr Beitrag zur Thematik beleuchtet werden. Prof. Zapff äußerte die Hoffnung, dass die Tagung dazu beitrage, nicht nur wissensmäßig den Horizont zu weiten, und wünschte den Teilnehmern, Referenten und Mitwirkenden motivierende Tage.

Auch der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, dass unter der Leitfrage "Kann man so lieben?" eine Dimension menschlichen Lebens vertieft werde, die gerade zu verschwinden drohe. Er übermittelte herzliche Grüße des Papstes und seine besten Wünsche für guten Verlauf der Tagung. Eterović erinnerte daran, dass der Mensch stets Subjekt ist, das niemals in die Kategorie des Objekts gesetzt werden kann. 

Die anschließenden Vorträge von Prof. José Granados und Prof. Rocco Buttiglione stießen auf großes Interesse. Eine Teilnehmerin merkte erfreut an, dass hier "vom Menschen ausgegangen wird, das ist wunderbar – nicht von irgendwas Abstraktem!"

Der Samstag begann mit dem eindrucksvollen Ausführungen von Abt Mauro-Giuseppe Lepori, Generalabt der Zisterzienser, über die Vergebung in der Ehe. Sie sind im Tagungsband nachzulesen, aber aufgrund zahlreicher Nachfragen in mehreren Sprachen zugänglich:  Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch. Es folgte ein praxisorientiertes Podiumsgespräch über das sexualpädagogische Programm TeenSTAR. Der Nachmittag bot eine große Vielfalt an Themen und Formaten, aus denen die Teilnehmer durch eine individuelle Auswahl persönliche Schwerpunkte setzen konnten. Der Tag endete mit einem Liederabend, der das Thema Liebe durch Lieder aus verschiedenen Traditionen und Kulturkreisen erschloss. Mit einem Pontifikalamt im Eichstätter Dom begann der Sonntag. Es folgten Vorträge der Rabbinerin Tamar Elad-Appelbaum und der Ärztin Teresa Suarez del Villar. Mit dem Schlusswort von Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB endete die Tagung, die die mit vielen Anregungen erfüllten Teilnehmer als "Bereicherung", "seltene Gelegenheit, über Grundfragen nachzudenken" und nicht zuletzt als "Gemeinschaft des Austauschs" bezeichneten.

Einen Bericht von Jürgen Liminski in Die Tagespost finden Sie hier.  


Unsere Tagungen zur Theologie des Leibes

 

Sie sind seit 2011 Orte des Erfahrungsaustausches und des Dialogs über Fragestellungen rund um Ehe und Familie, Liebe und Sexualität. Sie sind Treffpunkte für Menschen verschiedener Fachgebiete, Kulturen und Religionen, die sich selbst ganz ins Spiel bringen möchten, um zu prüfen, was der Sehnsucht des eigenen Herzens entspricht. 

 

Geschenk und Berufung sind zwei Dimensionen, die nicht selbstverständlich mit unserem Menschsein verbunden werden. Sie standen bei der Tagung 2019 im Mittelpunkt des Programms, zu dem zahlreiche international renommierte Experten und Menschen unterschiedlichster Lebenserfahrung beitragen.

 

Die Tagung 2019 wurde gemeinsam veranstaltet vom Lehrstuhl für Alttestamentliche Wissenschaften an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Herrn Prof. Dr. Burkard M. Zapff und Knotenpunkt – Begegnung verbindet e.V., Maria Groos, ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende.  Kooperationspartner sind der Bischöfliche Stuhl Bistum Eichstätt, TeenSTAR Deutschland und die Hochschulgruppe disegno.